Durch den aus Schwarzenbach am Wald stammenden Musikdirektor Georg Hüttner lernte Henri Marteau bei einem Erholungsurlaub das oberfränkische Städtchen Lichtenberg kennen. In Erinnerung an glückliche Kindheitstage in der Landschaft der Vogesen, wo Marteaus Großeltern ein Landhaus besaßen, erwarb er ein großes Grundstück bei Lichtenberg und erbaute eine Villa, die mit ihrem Originalmobiliar wohl zu den schönsten Bauten dieser Art in Deutschland zählt.
Henri Marteau lebte und wirkte hier bis zu seinem Tod im Jahr 1934. Seine Witwe Blanche bewohnte das Haus bis zu ihrem Tod 1977.
Die Erben, allen voran die Tochter Marteaus, Frau Mona Linsmayer-Marteau, hielten mit Sorge Ausschau nach einer sinnvollen künftigen Nutzung des Anwesens, welches nach infolge des II. Weltkriegs und des Eisernen Vorhangs plötzlich eine Randlage im freien Teil Europas einnahm. Die wohl ideale Lösung wurde gefunden, als der Bezirk Oberfranken das Haus mit Hilfe der Oberfrankenstiftung kaufte und zugleich im Bezirkstag der Beschluß gefaßt wurde, eine Musikbegegnungsstätte zu begründen und damit die Intentionen Marteaus weiterzuführen.
...über die Besonderheit des Henri Marteau Wettbewerbs.