Der 1989 geborene amerikanische Violinist Benjamin Beilman erfuhr für seine leidenschaftlichen Darbietungen großes Lob.  Auch das tiefe, prächtige Timbre seines Spiels, welches The Washington Post als „mächtig beeindruckend“ und The New York Times als „muskulös mit einem Hauch von Gewalt“ beschrieb, hinterlässt seine Zuhörer in Begeisterung. Die Times rühmte ihn für seine „großartige Technik“, seinen „glänzenden Klang“ und seine „ruhige Sicherheit“, ebenso wie die The Strad, die sein Spiel als „pure Poesie“ bezeichnete. In einem Feature in der The Boston Globe aus dem Jahr 2018 befand David Weininger, dass Beilmans Spiel „bereits seine eigene sichere Balance zwischen technischer Meisterung, Intensität und interpretativer Finesse“ besitze.  

Er erlangte erstmals im Jahr 2010 infolge der Young Concert Artists International Auditions und der Montréal International Musical Competition Aufmerksamkeit, da er bei jenen Wettbewerben den ersten Platz belegte. Daraufhin folgten weitere Preise wie das Borletti-Buitoni Trust Fellowship, der Avery Fisher Career Grant und der London Music Masters Award. Darüber hinaus erhielt er einen Plattenvertrag mit Warner Classic und veröffentlichte 2016 seine erste CD mit dem Titel „Spectrum“, die neben Stücken von Stravinsky auch Werke von Janáček und Schubert bietet.

Bejamin Beilman studierte mit Persönlichkeiten wie Almita und Roland Vamos am Music Institute of Chicago, Ida Kavafian und Pamela Frank am Curtis Institute of Music und Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy. Ferner ist er derzeit im Besitz der „Engleman“-Violine Stradivaris aus dem Jahr 1709, die ihm die Nippon Music Foundation als Leihinstrument zur Verfügung stellt.

Beilman trat als Solist mit den Symphonieorchtern Detroits, Houstons, Oregons, North Carolinas, Indianapolis‘ und dem Orchtestra of St. Luke’s auf. Außerdem ging er zusammen mit dem New Century Chamber Orchestra auf Tour durch Kalifornien und gab ein Programm zum Besten, das er selbst zusammenstellte, dirigierte und gleichzeitig als Solist begleitete. Auch im Ausland feierte Beilman bereits zahlreiche Debüts, so gemeinsam mit dem Sydney Symphony Orchestra in Australien, dem Münchener Kammerorchester in Deutschland, dem Nagoya Philharmonic Orchestra in Japan und vielen weiteren international renommierten Orchestern.

Im Frühjahr 2018 führten Benjamin Beilman und Pianist Orion Weiss die Premiere der Sonate „Demons“ auf, eine Hommage an die politische Aktivistin Angela Davis, die Frederic Rzewski im Auftrag von Music Accord für das Duo komponierte und von Trägern wie Boston Celebrity Series, Shriver Hall Concert Series, Parlance Chamber Music, Gilmore Festival und Grand Teton Music Festival veranstaltet wurde. Beilman und Weiss spielten 2018/19 weitere Vorstellungen des Werkes, unter anderem im Kennedy Center in Washington, D.C. und im Lincoln Center in New York.

Er spielt die “Engleman” Stradivari aus dem Jahr 1709 als Leihgabe der Nippon Music Foundation.